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Meine Meinung: Sportrock für den Winter

Isolationsrock oder doch lieber Damen-Shorts? In den letzten Jahren ist die Nachfrage und das Angebot an Röcken, die zum Wandern, Langlaufen oder für Skitouren geeignet sind, stark gestiegen. Ist das nur ein mehrsaisonaler Trend oder eine neue Kategorie für Damen-Outdoorbekleidung, die gekommen ist, um zu bleiben?

Katarína Lajčáková, freelancerka pre NORTHFINDER und Mitbegründerin des Blogs und Projekts Outdoormamas.

Was steckt hinter der Entstehung von Sportröcken?

Wir Frauen frieren im Allgemeinen leicht. Wir nutzen jede Gelegenheit, um unseren thermischen Komfort zu erhöhen. Daher muss zum Stichwort „Hintern warm halten“ nichts mehr hinzugefügt werden, wenn wir über die primäre Funktion eines gefütterten Rocks sprechen.

Während meines Outdoor-Lebens registriere ich mehrere Meilensteine bei funktioneller Kleidung und Ausrüstung. Der erste ereignete sich 2012, als ich zum ersten Mal eine Daunenjacke in die Hände bekam. Plötzlich erweiterten sich meine Komfortgrenzen und der Winter stellte kein eisiges Leiden mehr dar. Zu den Daunen gesellt sich letzten Winter die Isolierung PrimaLoft® Down Blend, die ich an der Jacke BYSTRA teste. Diese Wärmeisolierung sehe ich als weiteren Schritt nach vorne in meiner funktionellen Schichtung für (nicht nur) Wintersport.
Ein weiterer bedeutender Meilenstein ist die „Entdeckung“ des Isolationsrocks. Sie werden auch gefütterte, Outdoor- oder Winterröcke genannt. Du kennst das. Du liest darüber, siehst es um dich herum, stöberst sogar schon ab und zu in Online-Shops. Aber erst wenn du ihn kaufst und anziehst, wunderst du dich, wie du all die vergangenen Winter ohne diesen Rock überstehen konntest.

Vielleicht sehe nur ich das so. Schauen wir uns also den Einsatz von Damen-Sportröcken und Hosen an und vergleichen sie.

"Sportrock für den Winter brachte mehr Weiblichkeit in den Outdoor-Bereich"

Hosen vs. Rock

Hosen sind ein bewährter Klassiker bei Outdoor- und Wintersportarten. Softshell, Hardshell, Stretch, gefüttert… es gibt viele Arten und ihre Kombinationen. Hosen mit durchdachtem Schnitt schränken dich bei der Bewegung nicht ein und wenn du das richtige Material wählst, schützen sie dich auch vor Witterungseinflüssen.

Sie haben jedoch einen Nachteil. Du ziehst sie zu Hause vor der Tour an und hast sie den Tag über (meistens) an, ob du willst oder nicht. Natürlich gibt es durchgehende Hosen, die du nach Belieben anziehen kannst, ohne die Schuhe auszuziehen. Diese dienen jedoch eher als zusätzlicher Schutz vor Regen und Schnee. Ich persönlich habe solche Hosen immer im Rucksack als Absicherung, aber ich ziehe sie nur heraus, wenn das Wetter es nicht anders zulässt.

Hosen im Winter stellen (zumindest für uns Damen) ein Problem dar. Sie erfüllen nicht immer die Anforderung „Hintern warm halten“. Skihosen zum Beispiel ja, aber hast du schon einmal versucht, damit mehrere Stunden bergauf zu steigen?

Für Winterwanderungen, Langlauf oder Skitouren sind atmungsaktivere Softshell- oder Hybridhosen ideal. Bei eisigem Wind, langen Abfahrten oder einfach bei unserer weiblichen Kälteempfindlichkeit kann uns auch darin kalt werden. Was dann? Früher zog ich darüber durchgehende Hardshell-Hosen an, aber das war mir wieder zu warm und ich fühlte mich wie ein Schneemann.

Und dann kam der Rock...

Manchmal zögerte ich, weil, wie eine meiner Outdoor-Freundinnen einmal sagte: „Ich will nicht wie ein Püppchen in den Bergen aussehen“... Aber ich und auch meine Freundin haben unsere Meinung geändert. Ohne einen gefütterten Sportrock können wir uns keinen Ausflug bei kälteren Bedingungen mehr vorstellen. Wir sind keine Püppchen in den Bergen. Wir sind Frauen in den Bergen.

Ein Sportrock allein wäre jedoch ohne die richtigen Hosen nicht für Wintersportarten geeignet. Daher würde ich die Überschrift „Hosen vs. Rock“ eher in „Hosen mit Rock“ ändern. Sie ergänzen sich gegenseitig. Egal, ob du unter den gefütterten Rock Leggings, Thermoleggings, Softshell- oder Hybridhosen anziehst. Mit ihrer richtigen Kombination kannst du funktionelle Outfits für verschiedene Wetterbedingungen erzielen und gezielt schichten.

Wie und womit kombiniere ich ihn?

Zum Beispiel bei Temperaturen um den Gefrierpunkt trage ich unter dem Rock nur Thermoleggings. Bei Bewegung reichen sie mir und im Rucksack habe ich immer Northkit Hosen als Reserve, die ich einfach ohne Schuhe ausziehen anziehen kann. Wenn es kälter, windiger ist oder ich Skitouren gehe, bevorzuge ich die Kombination aus dünner Thermounterwäsche, dünnen Softshellhosen und dem Rock. Beim Aufstieg wandert der Rock meist in den Rucksack, aber beim Abfahren kann ich ihn nicht genug loben.

Komm mit mir schauen, warum der Rock zu meinem unverzichtbaren Begleiter für alle Winterabenteuer geworden ist. Vielleicht ergänzt du mich oder widersprichst mir. Und das ist gut so. Denn hier gibt es keine eine „Wahrheit“, wir sind alle einzigartig mit individuellen Anforderungen und Wahrnehmungen unseres Komforts.

Vorteile eines gefütterten Rocks

Da schon einige Röcke durch meine Hände, oder besser gesagt Füße, gegangen sind, habe ich ihre allgemeinen Vorteile zusammengefasst, warum ein Isolationsrock ein fester Bestandteil meiner Winterausrüstung ist.

Vorteil #1

Hintern und Oberschenkel sind immer warm. Wahrscheinlich stimmt jede Frau der Tatsache zu, dass die Bedeckung des unteren Rückens und des Pos den thermischen Komfort erheblich erhöht. Dank des Rocks kannst du zum Winterwandern und Langlaufen nur in Thermo-Leggings gehen und auch niedrigere Temperaturen werden dich nicht überraschen. Neben der Isolierung schützt er dich auch vor Wind und leichtem Regen. Wenn du den Rock nur als Absicherung mitnehmen möchtest, merkst du dank seines geringen Gewichts und kleinen Packvolumens kaum, dass du ihn im Rucksack hast.

"Ich kann das ganze Jahr über Leggings tragen und mein Hintern friert nicht ein."

Vorteil #2

Du kannst ihn jederzeit und überall anziehen. Dank des durchgehenden Reißverschlusses kannst du den gefütterten Rock bei Bedarf schnell an- und ausziehen. Egal ob über Leggings oder Hosen. So kannst du effektiv schichten und dich schnell an die Situation anpassen.

Ich bereite mich auf einen schnellen Aufstieg vor. Ich weiß, dass ich mich aufwärmen werde, also ziehe ich nur Thermoleggings an und packe den Rock in den Rucksack. Im Ziel möchte ich aber fotografieren und einen Tee trinken. Dazu weht der Wind und mein Komfort sinkt. Ich ziehe den Rock schnell über, spüre sofort eine Erhöhung des thermischen Komforts, und dieser bleibt mir auch beim Abstieg erhalten.

Tipp: Wenn du den Rock bei starkem Wind mit steifen Fingern anziehst, nutze die Druckknöpfe am Bund. Wenn vorhanden, schließe sie zuerst. Der Rock hört auf zu fallen und du kannst dich auf das Schließen des Reißverschlusses konzentrieren.

Vorteil #3

Schränkt die Bewegung nicht ein. Der Reißverschluss oder die Reißverschlüsse an der Seite dienen nicht nur zum schnellen An- und Ausziehen des Rocks. Da er in beide Richtungen zu öffnen ist, kannst du ihn an der Unterseite beliebig weit öffnen und den Bewegungsspielraum des Rocks erhöhen. Das wirst du beim Bergaufgehen oder Langlaufen zu schätzen wissen.

"Endlich fühle ich mich im Winter nicht wie ein Schneemann in unförmigen Hosen. Ich habe viel mehr Bewegungsfreiheit."

Vorteil #4

Du siehst auch auf der Tour schick und feminin aus. Ehrlich gesagt – wir Frauen mögen es, uns zu gefallen. Auch wenn es nur uns selbst mitten im Wald ist. Mit einem gefütterten Rock musst du deine Lieblingsleggings nicht zu Hause lassen. Und wenn stärkere Fröste kommen und du ihn über Skitourenhosen trägst, wirst du auch auf Skiern unübersehbar sein.

"Mit dem Rock bringen wir die Weiblichkeit zurück in den Outdoor-Bereich!"
"Ich freue mich darauf, mich auch in den Bergen oder im Wald feminin kleiden zu können."

Shorts statt Rock?

Stimmst du dieser Meinung zu? Worin haben gefütterte, durchgehende Shorts Vorteile gegenüber einem Rock?

Höhere Bewegungsfreiheit? Natürlich hängt es immer vom spezifischen Typ ab, aber bei einem Rock musst du bei schnellerem Schritt oder steilerem Anstieg meist die seitlichen Reißverschlüsse öffnen/schließen. Bei Shorts ist das nicht nötig, die seitlichen Reißverschlüsse dienen zum schnellen Anziehen ohne Schuhe ausziehen.

Wärmen sie mehr? Ein Rock ist ein Rock und er kann auch vom Wind durchweht werden. Shorts können dir daher eine etwas höhere Wärmeisolierung bieten. Auf der anderen Seite, in einem Rock wirst du dich bei Bewegung sicherlich weniger überhitzen als in Shorts. Jedes hat seine Vor- und Nachteile.


Ein Rock ist nicht mit einem Klettergurt kompatibel. Hier haben Shorts einen klaren Vorteil. Auch wenn bei einer Standard-Skitour ein Klettergurt und Seil nicht benötigt werden, bei einer Tour auf einem Gletscher oder beim extremen Skibergsteigen, wo bestimmte Abschnitte auch abgeseilt werden müssen, würde dir ein Rock definitiv im Weg sein. Ein Klettergurt (oder umgangssprachlich Gurt) in Kombination mit einem Rock ist sehr unpraktisch bis unmöglich.

"Ich trage lieber die Herren-Shorts meines Freundes, das ist für mich bequemer"

Was ist deine Meinung zum Thema Röcke? Bist du Team Hose/Shorts oder Team Rock?