Wie wählt man die richtige Langlaufbekleidung aus?
Auf Langlaufskiern entdeckst du eine neue Winterwelt, erlebst Unbekanntes und stößt vielleicht an deine Grenzen...
Auf Langlaufskiern entdeckst du eine neue Welt
Langlaufen ist ein großer Hit der letzten Jahre. Es beansprucht den gesamten Bewegungsapparat, verbessert die Koordination und steigert die Fitness. Auf Langlaufskiern können Sie Spuren durch ganze Gebirge ziehen oder präparierte Loipen und Rundkurse nutzen, um Kilometer im klassischen Stil oder beim Skating zu sammeln.
Was ist bei der Auswahl von Langlaufbekleidung wichtig und welche Materialien sollten bevorzugt werden?
Langlaufen ist ein dynamischer und intensiver Sport, bei dem der Körper viel Wärme freisetzt. Die Bekleidung für den Skilanglauf sollte daher vor allem
- komfortabler Bewegungsspielraum,
- Atmungsaktivität – Ableitung von Schweiß und Wärme bei gleichzeitiger
- Schutz vor Wind oder äußerer Feuchtigkeit.
TIPP: Wenn die Temperatur unter -15°C fällt, sollten Sie jegliche intensiven sportlichen Aktivitäten überdenken.
Zwiebelprinzip, als Strategie der Kleidung, basiert auf der Funktion der einzelnen Schichten:
- Basisschicht – leitet Körperfeuchtigkeit ab und hält den Körper trocken. Die Auswahl hängt von der Erfahrung und der Vorliebe für natürliche oder synthetische Materialien oder eine Kombination aus beidem ab.
- Mittelschicht oder Isolationsschicht – sie sorgt für thermischen Komfort und transportiert Feuchtigkeit zur Außenschicht.
- Außenschicht – leitet Feuchtigkeit von innen ab und schützt vor Wind sowie Feuchtigkeit von außen.
Klassisch oder Skating auf präparierten Loipen
Mit zunehmender Beherrschung der Skilanglauftechnik steigert sich das Sporterlebnis. Je intensiver die Leistung in der Loipe ist, desto wichtiger wird die richtige Bekleidung.
Bewegungsfreiheit erfordert leichte, elastische Materialien und dynamische Schnitte mit Fixierungselementen. Der Tragekomfort der Zwischenschicht wird durch Flachnähte erhöht. Gleichzeitig müssen die Stoffe maximal atmungsaktiv sein (Polartec® Power Grid™, Polartec® Power Wool™, Polartec® Power Stretch™, Microfleece, Tecnopile® oder Tecnostrech®). Tieto materiály rýchlo prepustia vnútornú vlhkosť, a pritom zadržia potrebné teplo.
Langlaufjacken, Premium-Langlaufhosen oder Sweatshirts – all das findest du in der Kategorie Langlauf.
Jeder Langläufer schätzt isolierte Langlauf-Leggings oder andere Langlaufhosen.
TIPP: Bevorzugen Sie einen Hoodie mit Reißverschluss. Durch das Öffnen des Reißverschlusses können Sie eine zusätzliche Belüftung erzielen.
Hybrid-Langlaufbekleidung kombiniert verschiedene Arten von Funktionsmaterialien entsprechend den anatomischen Zonen. Sie ist sowohl als mittlere als auch als äußere Schicht eine gute Wahl. Dank dieser Bauweise können Sie atmungsaktive Kleidung passend zu den erwarteten Bedingungen wählen, und zwar in der Kombination Winddichtigkeit – Wärmeisolation oder Wasserdichtigkeit – Wärmeisolation. Im Bereich der isolierenden Materialien gewinnt aufgrund ihrer Unempfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit die Synthetik. Bevorzugt werden Materialien Primaloft® oder Polartec® Alpha®.
TIP: Suchen Sie nach Jacken mit einer ausreichenden Anzahl, Größe und guten Erreichbarkeit der Taschen.
Die aktive Isolierung POLARTEC® Alpha® Direct bietet hervorragenden Wärmekomfort und weist einen der höchsten Werte für Wasserdampfdurchlässigkeit auf dem Markt auf. Ihr Einsatz reduziert das Gewicht erheblich, da sie kein Innenfutter benötigt und ihre Fasern direkt mit der Basisschicht der Kleidung in Kontakt kommen.
TIPP: Um eine Überhitzung zu vermeiden, solltest du vor der eigentlichen Aktivität in deiner Kleidung ein leichtes Frösteln spüren, das mit zunehmender Bewegungsintensität verschwindet. Nach Abschluss der Aktivität ist es wichtig, eine isolierende Schicht hinzuzufügen.



Langlauf oder Backcountry
Wenn du breitere Ski anschnallst und dich entscheidest, deine eigene Spur im freien Gelände zu ziehen, bleibt die primäre Anforderung an die Atmungsaktivität der Kleidung gleich, jedoch steigen die Anforderungen an die Wasser- und Winddichtigkeit. Es ist nur logisch, dass die Art der Kleidung stärker vom Wetter beeinflusst wird als beim Langlaufen auf einer präparierten Loipe.
Eine entscheidende Rolle im Gelände spielt die Verbindung zwischen Skischuh und Hose, die wasserdicht sein sollte, was unter anderem durch den Einsatz von SchutzhüllenHybrid-Hosen mit einem winddichten oder wasserdichten Panel auf der Vorderseite und elastischem, atmungsaktivem Gewebe auf der Rückseite können durch isolierende Shorts oder einen Rock ergänzt werden.
Oberhalb der Taille ähnelt die Bekleidungsstrategie der beim Skitourengehen oder Wandern. Es gilt, trocken zu bleiben und die innere Feuchtigkeit so gut wie möglich nach außen zu leiten, um den unangenehmen Windchill-Effekt zu vermeiden, der die gefühlte Temperatur deutlich senken kann.
Auch hier erweist sich Hybridbekleidung als die praktischste Wahl, aber Sie machen definitiv auch nichts falsch mit einer Kombination aus Fleece oder einer Isolationsjacke und einer wasserdichten Membran.
TIPP: Nimm auf Ausflüge Ersatzkleidung mit, damit du dich jederzeit trocken umziehen kannst (verwende dafür einen sogenannten Packsack oder Dry Bag).
Eine Alternative für Langlauf-Anfänger können bei ihren ersten Versuchen auch Laufbekleidung oder Fahrradbekleidung sein. Vermeide jedoch unbedingt Skihosen und andere Skibekleidung für den Langlauf, da diese für diese Art der körperlichen Aktivität zu warm, zu wenig atmungsaktiv und zu robust und daher ungeeignet ist.

AUSSTATTUNG: kompatible Ski mit Bindung und Langlaufschuhen je nach bevorzugtem Stil oder Loipe; Stöcke, Funktionsunterwäsche, Socken, bequeme Stretchhosen, ein T-Shirt oder Sweatshirt mit guter Thermoregulationsfunktion. Darüber eine winddichte Weste oder eine Hybridjacke mit Belüftungszonen. Ausstattung: dünne Mütze, Stirnband, Schlauchschal; Brille; dünne, gut sitzende Handschuhe. Für Touren abseits der Loipe (Wandern oder Backcountry) empfehlen wir Gamaschen, einen leichten Rucksack mit Ersatzkleidung und mit einer wasserdichten Jacke oder Hose.


VERGISS NICHT: Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi – alle respektieren die Grundregel: Vor dem Sport kommt das „Warm-up“, eine Aufwärmphase, die darauf abzielt, die Sehnen zu aktivieren und die Muskeln auf Betriebstemperatur zu bringen. Dazu gehören die Routenplanung, die Kontrolle der Ausrüstung sowie gegebenenfalls die Wahl des Wachses je nach Schneetyp und Streckenprofil.

